Corto Maltese – Die Schweizer (1987)

Szenario und Zeichnungen von Hugo Pratt sowie Guido Fuga als Berater bei der Darstellung der Züge und einiger Hintergründe

Diese längere Erzählung umfasst 70 Comic-Seiten und erschien erstmals im Magazin „Corto Maltese“ ab Ausgabe 42 (März 1987), herausgegeben von Edizioni Rizzoli.

Wie für alle seine anderen Werke führte Pratt auch in diesem Fall umfangreiche Recherchen durch und begrub sich unter Büchern zur Schweizer Geschichte und Mythologie sowie zum Leben des französischen Alchemisten André Malby, der in der Schweiz eine Abhandlung über das Okkulte herausbrachte. Corto Maltese wird hier in ein surreales, traumhaftes Abenteuer geschickt. Die Geschichte knüpft an zahlreiche Mythen, die mal biblischen, mal regionalen und mal literarischen Ursprungs sein können: der Heilige Gral, der Tod, der Teufel, der Sandmann … Das sind nur einige der wundersamen Artefakte und Gegner, denen Corto in der Rolle eines Angeklagten gegenübersteht, um am Ende nach einer langen (und durchaus amüsanten) Debatte freigesprochen zu werden. In dieser Erzählung lässt Pratt seinen Helden aus einem geheimnisvollen Jungbrunnen trinken, der „Quelle der Rosa Alchemica“, was die spirituelle Reise von Corto erst in Bewegung setzt. Der Schriftsteller Herman Hesse, den Corto Maltese 1924 in Montagnola trifft, ist eine Figur, die wegen ihres Romans „Klingsors letzter Sommer“ einen direkten Bezug zur Geschichte hat. Eine weitere realhistorische Figur ist Tamara Lempicka, eine sehr talentierte Künstlerin, die nicht nur für ihre Porträts, sondern auch für ihre Schönheit berühmt war. Rasputin und Cortos Freund Professor Steiner kommt ebenfalls vor. Anmerkung: Bei der Erstveröffentlichung in „Corto Maltese“ lautete der Originaltitel „Le Helvetiche - Rosa alchemica" (man beachte das im Italienischen nicht verwendete H vor Elvetiche). Später lautete der Titel nur noch „Le Elvetiche“.