Ernie Pike

Zeichnung: Hugo Pratt· Szenario: Héctor Germán Oesterheld

Ernie Pike

€ 39.00

Zeichnung: Hugo Pratt· Szenario: Héctor Germán Oesterheld

Ernie Pike

€ 39.00

Sprache

DE
Deutsch

Format

23,5 x 29,5
cartonato

Seiten

364
Weiß und Schwarz

Herausgeber

Avant-Verlag

Jahr

2022
Mai

Typologie

sammlung
erhältlich

Geschichte

Inspiriert von der Figur des amerikanischen Kriegsberichterstatters Ernie Pyle schufen Oesterheld und Pratt 1957 in Argentinien die Figur des Ernie Pike: ein Journalist, an die Schrecken des Schlachtfelds gewöhnt, aber entschlossen, seine Menschlichkeit zu verteidigen und zu bewahren. In seinen Händen hält er keine Waffe, sondern ein Notizbuch, in dem er Geschichten und Zeugnisse aus den Schützengräben der halben Welt sammelt. Verrat, Mut, Flucht oder Heldentum, nichts entgeht dem scharfen Blick dieses Zeitzeugen des Krieges.

Wie das große Vorbild stellt auch Ernie Pike eine beobachtende Instanz dar, die in jeder Episode als Erzähler der Fakten dargestellt wird, und trotzdem mitten im Geschehen zu stehen scheint, sodass man denkt, leibhaftig dabei zu sein. Diese fiktionale Figur wandelt daher auf den Spuren des echten Ernie, um das Leben, die Ängste und Sorgen der Soldaten zu beleuchten sowie von vergessenen Heldentaten, kleinen persönlichen Tragödien und mutigen Entscheidungen zu erzählen, aber auch um große Ungerechtigkeiten und Feigheit anzuprangern.

Le origini

Eine lange Serie, die in der argentinischen Zeitschrift „Hora Cero Mensual“ (Ausgabe 1, Mai 1957) ihren Start feierte und später in „Hora Cero Suplemento Mensual“, „Hora Cero Extra“, „Batallas Inolvidables“, „Libro de Hierro“ erschien. Alle Magazine sind im Verlag Frontera herausgekommen.

Die Auswahl an Publikationen in italienischer Sprache, die diese Serie zum Abdruck brachten, ist im Vergleich mit anderen europäischen Ländern konkurrenzlos. Ernie Pike erschien 1958 in der Zeitschrift „Albi del Nuovo Sceriffo“, später in den Zeitschriften „Albo del Castoro“, „Corriere dei Piccoli“, „Piccolo Sceriffo“, „Il Piccolo Ranger“, „Albo Gli Invincibili“, „Sgt. Kirk Magazin“, „Asso di Picche“, „Super Gulp“, „Totem“ und „Corto Maltese Magazin“. In Buchform erschienen Ausgaben bei Lizard, und nicht zu vergessen die Mondadori-Ausgaben sowie die von Florenzo Ivaldi, darunter eine Luxusausgabe im Juni 1974.

Info

Verfügbare Sprachen:

Episoden

das Buch

Ernie Pike
Ein Journalist, an die Schrecken des Schlachtfelds gewöhnt, aber entschlossen, seine Menschlichkeit zu verteidigen und zu bewahren
Die Figur basiert auf dem US-amerikanischen Kriegskorrespondenten Ernie Pyle, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges auf einer kleinen Insel im Pazifik nahe Okinawa starb, wo er zuvor mit der 77. Infanteriedivision gelandet war. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet „Wer weiß, ob er noch hier sein wird“, das Sterbedatum darauf ist der 18. April 1945. Als Journalist hat Pyle von mehreren Kriegsfronten berichtet, seine Artikel gingen um die ganze Welt und machten ihn in den USA zu einer regelrechten Berühmtheit. Mit der Comic-Serie Ernie Pike wollten die Autoren diesem außergewöhnlichen Mann, der ein unglaubliches Talent dafür hatte, die Gräueltaten und Absurditäten des Krieges in Worte zu fassen, ein Denkmal setzen. Es kursiert die Behauptung, dass diese Serie ohne Pratts Zeichnungen niemals den bemerkenswerten Erfolg gehabt hätte, den sie damals bei ihrer Erstveröffentlichung hatte, und das trifft höchstwahrscheinlich zu, denn wenn es in jenen Tagen einen Comic-Zeichner gab, der den Wesenszügen einer Figur schon mit wenigen Strichen Leben einhauchen konnte, dann war das bereits der „Meister von Malamocco“ (wie Odb, alias Oreste del Buono, Pratt später nennen sollte). Die Serie, die 1957 startete und 1976 abgeschlossen wurde, weist 34 Kapitel von sehr unterschiedlicher Länge auf, die Pratt zugeschrieben werden (das kürzeste Kapitel umfasst 4 Seiten, das längste 25). Andere Künstler, die im Wechsel mit Pratt als Zeichner mitwirkten, waren Solano Lopez, Alberto Breccia, José Muñoz und Walter Fahrer.

Diese Ausgabe enthält nicht nur alle Ernie-Pike-Geschichten von Oesterheld und Pratt, sondern auch weitere Kurzgeschichten aus der Zusammenarbeit der beiden Autoren. Darunter auch zehn außerhalb Argentiniens noch nie publizierte Seiten, die nach jahrelanger akribischer Recherche jetzt erst wieder entdeckt und restauriert wurden.

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