In Sibirien

Zeichnung & Szenario: Hugo Pratt

In Sibirien

€ 29.80

Zeichnung & Szenario: Hugo Pratt

In Sibirien

€ 29.80

Sprache

DE
Deutsch

Format

21,5×28,7
Gebunden

Seiten

136
Farbe

Herausgeber

Schreiber & Leser

Jahr

2017
Frühjahr

Typologie

geschichte
erhältlich

Geschichte

Es beginnt in einem verträumten Innenhof in Venedig, und es endet in blutigen Machtkämpfen an der Grenze zwischen Sibirien und der Mandschurei. Nach der Oktoberrevolution 1918 ist eine ganze Weltgegend in Aufruhr. Zudem reist der legendäre Zarenschatz angeblich in einem Panzerzug durch die sibirischen Steppen.

Corto Maltese lässt sich von Rasputin und dem Geheimbund der Roten Laternen zu einem Überfall auf eben diesen Goldzug überreden. Doch dieses Mal bleibt er nicht der spöttische Beobachter, sondern gerät zwischen die Fronten…

Die Mission führt ihn von China in die Regionen Mandschurei, Mongolei und Sibirien, und er ahnt bereits, dass die Jahre 1919 und 1920 keine gute Zeit dafür sind und dass viele andere ebenfalls auf die Jagd nach dem Goldzug gehen werden: diverse Militärverbände, Revolutionäre und nicht zuletzt die Konterrevolutionäre, die von Baron Roman von Ungern-Sternberg angeführt werden, einem russischen General, der die Asiatische Kavalleriedivision befehligt. Ebendieser bietet Corto an, neben ihm zu kämpfen, um die gesamte Mongolei zu erobern – ein Vorschlag, den Corto sofort ablehnt. In dieser Geschichte tauchen auch zwei wichtige weibliche Figuren auf, die herzlose Herzogin Marina Seminowa (eine Vertreterin der alten Aristokratie, die vor dem Niedergang steht) und die pfiffige Shanghai-Li (eine Spionin der „Roten Laternen“, die Cortos Leben retten wird). Corto fühlt sich sofort von ihr angezogen, und zum Ende hin versucht er sie in dem Dorf zu finden, in das sie sich zurückziehen wollte, nur um herauszufinden, dass sie dort angekommen einen einfachen Bauern namens Ling geheiratet hat.

Zusätzlich zur regulären Farbausgabe gibt es f auch eine “Klassik-Edition” mit den ursprünglichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen.

Le origini

Diese längere Erzählung umfasst 99 Seiten und erschien erstmals in der Startausgabe des Comic-Magazins „Linus“(Januar 1974). Insgesamt erschien „In Sibirien“ kapitelweise bis Ausgabe 7 (Juli 1977).
Eine der vielen Neuauflagen dieser Geschichte, die nach der Veröffentlichung in „Linus“ erschienen, ist die wunderbare Hardcover-Ausgabe von Libri (Dezember 1977). Es erschienen nur 5.000 Exemplare dieses Buches, das unter Sammlern sehr begehrt ist, da es erstmals die ganze Geschichte in einem Band versammelte.

Info

Verfügbare Sprachen:

Episoden

Storia unica

das Buch

Corte sconta detta arcana
Come ballerini ubriachi, i personaggi di questa storia danzano senza mai muovere un passo all’unisono: ognuno va per la sua strada pestando i piedi all’altro, mentre Corto assiste beffardo al triste spettacolo dell’avidità umana.
Mit dieser Geschichte ging Pratt dazu über, die einzelnen Abenteuer von Corto Maltese breiter zu erzählen, sodass die unterschiedlichen Konflikte und Figuren noch mehr Tiefgang bekommen. Auch Anknüpfungen an die anderen Abenteuer erfolgen verstärkt – u. a. taucht Rasputin wieder auf! –, die erneut zeigen, wie bunt und komplex der Kosmos von Corto Maltese mittlerweile ist. Teils verweisen einzelne Details sogar auf die Biografie von Pratt selbst. Ein Beispiel: Jenes Gericht, auf das im italienischen Originaltitel verwiesen wird (N.T. Corte Sconta detta arcana) und den Begriff “Sconta” enthält, was “versteckt” bedeutet, verweist auf die „Geheimlogen“, die Pratt aus seiner Jugend aus Venedig kannte.

Und es ist auch in dieser Stadt, in der man Corto Maltese zunächst vermutet – bevor man merkt, dass er in Hongkong ist und alles nur ein kurzer Traum war. So gedankenversunken beginnt „In Sibirien“, doch schnell wird Corto Maltese wieder in die Gegenwart geholt, als er von den „roten Laternen“ – einer chinesischen Geheimgesellschaft, die ausschließlich aus Frauen besteht – den Auftrag erhält, einen mit Gold beladenen gepanzerten Zug zu finden, der dem letzten russischen Zaren Nikolaus II.

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